Merkel nach Mays Seitenwechsel: Anti-Trump-Putin-Front vor dem Zusammenbruch

Während Merkel sich weiterhin in feindseliger Rhetorik gegenüber den Trump-USA und Putin-Russland verbeißt, ist sie auf der politischen Welt-Bühne mehr oder weniger isoliert. Anti-Trump-Verbündete wie die britische Premierministerin May wechseln die Seiten, andere wollen damit nichts zu tun und neue Verbündete sind nicht in Sicht. Merkel-Deutschland auf dem Weg in die internationale diplomatische Isolation?

Von Viribus Unitis

Die britische Premierministerin Teresa May ließ mit Ansprache aufhorchen – "The Times" berichtete ausführlich. Hatte sie Trumps Rhetorik während des Wahlkampfes noch als "divisive, unhelpful and wrong" (zwieträchtig, nicht hilfreich und falsch) bezeichnet, ist von ihr nun Gegenteiliges zu hören.

Donald Trumps Wahl habe zu einer Erneuerung des Denkens des US-Volkes geführt, welches sein Vertrauen in sich selbst wieder entdeckt habe, so May, in völliger Umkehrung ihrer bisherigen "Trump ist ja so böse-böse-ja noch böser-Rhetorik".

May sagt nun, sie wolle “build relationships with old friends” (ein Verhältnis zwischen alten Freunden bilden), und beide Länder, USA und Großbritannien haben die Möglichkeit “lead together again” (wieder gemeinsam zu führen). Soll heißen, May will mit Trump die Weltgeschicke gemeinsam bestimmen. War ja ehedem mal so (nach dem 2. Weltkrieg) und könnte ja wieder so sein.

Briten wechseln die Fronten: Anti Trump war gestern, "We love Trump" ist heute

Was hat zu diesem Sinneswandel geführt – darf man sich fragen. Ehedem war May doch genauso gegen Trump wie Merkel. Merkel bleibt weiterhin streng auf Linie und May will nun auf einmal mit ins Boot zu Trump – warum das?

Im Gegensatz zu den Merkel-Beratern, den deutschen Analysten, die größenwahnsinnige Phantasten sind, hat May Berater, die "der Realität nahe" sind. Diese Berater haben May auf den Pfad der Trump-Tugend geführt.

Die Berater von May haben entdeckt, dass die beiden anderen Großen der Welt (neben USA und Russland), also Chinesen und Inder, versuchen mit den beiden anderen "Großen" nämlich den Trump-USA und Putin-Russland ein positives Verhältnis aufzubauen, um gute Ergebnisse zu erreichen.

Merkel-Deutschland nimmt sich – im Gegensatz zu Indern und Chinesen – gleich alle vier zur Brust, Putins Russland und die Trump-USA. Domina Merkel will beide unter ihre Knute zwingen. Man beachte, Chinesen und Inder suchen den freundlichen Konsens mit Trump-USA und Putin-Russland, weil sie um die Macht beider Länder und Politiker wissen – Merkel dagegen schwingt die Peitsche gegen Trump-USA und Putin-Russland.

Die Briten – dies betrachtend – fragten sich, an wen sollte man sich orientieren – an Indern und Chinesen, die beide große Länder sind, und trotzdem einem Konflikt mit Trump-USA und Putin-Russland aus dem Wege zu gehen versuchen, also mit Trump ein Auskommen suchen, oder an Merkel- Deutschland, das volle Konfrontation gegen Trump-USA und Putin-Russland fährt.

Wenn es sich schon Chinesen und Inder offensichtlich nicht leisten können, volle Konfrontation gegen Trump-USA und Putin-Russland zu fahren, dann können wir, die Briten, uns das auch nicht leisten. Wir die Briten können uns eventuell leisten volle Konfrontation gegen Putin-Russland zu fahren, ABER nur dann, wenn wir das Backing der USA haben. Die Briten-Berater empfahlen May den Kurs radikal zu wechseln und auf Trump zuzugehen – mit Trump eine Koalition zu bilden.

Die Briten haben sich neu aufgestellt und man könnte dies in Kurzform so sagen: Mit Trump in Koalition. Gegen Putin, nur wenn Trump sagt wir sollen es machen – und dann gehen wir aber auch gegen Putin vor (aber nur dann).

May spricht Merkel die Führungsrolle im Rahmen des Westens ab

May hat noch eine zweite Botschaft gesendet – sie wolle mit Trump “lead together again” (wieder gemeinsam zu führen).

Nun stellt Merkel seit Monaten die Führungsrolle der USA im Rahmen der westlichen Welt in Frage. Sie stellt sich selbst hin, erklärt sich zur Führerin, und maßregelt den Junior-Partner, nämlich Trump und die Trump-USA. Seit Monaten hagelt es aus Deutschland Ermahnungen und mehr für Trump, die US-Republikaner, und für die USA als solches. Merkel bemüht sich der Trump-USA mitzuteilen, dass nun Deutschland die Standards im Rahmen des Westens setze, und Trump sich daran zu halten habe.

In Ihrem Größenwahn hat Merkel übersehen was May klar erkannte. Es gibt nur einem "King im Ring" im Rahmen der West- Gemeinschaft, und das ist die USA, also der Präsident der USA. Das ist nicht Personenbezogen zu sehen – wie Merkel meint – sondern Funktionsbezogen. Die USA sind der mächtigste Staat des Westens, und daher auch die Führungsnation. Daher ist der Präsident der USA auch der Führer des Westens, der "King im West- Ring".

Merkel wollte praktisch im Rahmen einer West-Palast-Revolte diese Ordnung in Frage stellen. Sie wollte die USA in die zweite Reihe drängen und selbst die Krone übernehmen – Merkel wollte zur "Queen of the West" aufsteigen.

Wenn nun Trump – nach Obama – die Funktion des "King" übernimmt, dann hat er sie, und dann ist er es auch der "King im West- Ring". May hat dies klar erkannt (oder Ihre Berater je nachdem). Im Windschatten der USA – also von Trump – will sie mit den USA weiter die Geschicke in der West-Gemeinschaft bestimmen – also als USA- Europa- Abteilung in Europa ein gewichtes Wort mitreden (war bisher auch so). Strategisch clever – Merkel ist im out.

Auf Grund des Brexit hatte Obama Merkel als Reichs-Verweserin (ein Reichsverweser nimmt die Vertretung des Monarchen während einer Thronvakanz wahr – Merkel sollte während des Trump-Interregnums führen) für die Interessen des obamistisch-hillaryistischen Soros-affinen Anti-Trump-Establishments eingesetzt, und May damit ins Abseits gestellt. Das war bitter für May, weil Ihr dies im Rahmen des Brexit eine sehr schwache Position gegenüber der Merkel-EU bescherte. Nun ist Merkel out, und May wieder voll drin.

Was sie hier lesen, s. g. Leser, weiß man allgemein in politischen Kreisen weltweit. Das ist kein Geheimnis. Mays Aktion hat Signalwirkung für viele Länder – das muss man berücksichtigen!

Des Weiteren darf man sich fragen: WER unterstützt Merkel aktuell in Ihrem Anti-Trump-Kampf?

Welche Großen Länder mit Gewicht könnten Merkel- Deutschland unterstützen?

Frankreich: Merkels engster Verbündeter ist Frankreichs Präsidentschaftskandidat und Ex-Premier Valls. Valls wiederum will von dieser engen Verbindung nun nichts mehr wissen. Merkels Flüchtlingspolitik würde Europa destabilisieren, meint er. Frankreich hat Westafrika und die zum französischen Euro-Währungsgebiet gehörende CFA-Zone / Zone Franc zu betreuen. Alles destabilisiert sich dort in Afrika in der Gegend wo die Franzosen monetär und auch sonst das Sagen haben.

Im Rahmen der Operation Barkhane an der auch die Deutsche Bundeswehr mit bis zu 1000 Soldaten und massig Kriegsgerät beteiligt ist, versucht man die Region einigermaßen unter Kontrolle zu halten. Achja, in Deutschland ist der Einsatz als "Mali-Einsatz" bekannt. Frankreich hat für Anti-Trump momentan nicht den Nerv – und auch nicht das Interesse. Man braucht Hilfe in Afrika und es könnte ja sein, dass man Trump dazu bekommt, den Franzosen in Afrika zu helfen. Anti-Trump wäre also kontraproduktiv.

Spanien hat derzeit einen gewaltigen Flüchtlingsansturm aus Nordafrika zu verkraften. Die Exklaven Ceuta und Melilla sind praktisch unter Dauer-Belagerung, im Land selbst müht man sich auch ab mit dem Flüchtlingsstrom fertig zu werden. Russland-Sanktionen sind hier unbeliebt, weil sie den Spaniern viel Geschäft gekostet haben, und Anti-Trump interessiert keinen, weil man mit den Flüchtlingen genug zu tun hat.

Italien: Hier herrscht völlige "Begeisterung" wegen Merkels Russland-Sanktionen, sie kosten der italienischen Wirtschaft viel Geld. Italien hat aber vorrangig mit Nordafrika-Flüchtlingen zu kämpfen (das berühmte Lampedusa hier als Mahnmal) und ist an Anti-Trump wenig interessiert – man hat genug eigene, von Merkel gemachte Probleme.

Natürlich, Merkel könnte noch in Kanada anfragen. Die Kanadier – nicht dumm – sehen dass May gerade die Fronten gewechselt hat. Die Kanadier sehen auch, wie Trump gerade die Mexikaner "bearbeitet". Die Kanadier kennen die oben angesprochene "King im Ring" Funktion von Trump. Und nun kommt Merkel und will dass die Kanadier zusammen mit Deutschland gegen Trump und so und voll und … die Kanadier sind keine Selbstmörder!

Mannerheim als Vorbild für May?

Dieser Frontenwechsel der Briten unter May erinnert an Mannerheims Frontenwechsel während des 2. Weltkrieges. Mannerheim führte Finnland an der Seite Hitlers in den 2. Weltkrieg, wechselte dann im August 1944 die Fronten, und führte Finnland auf Seiten der Alliierten (namentlich der Sowjetunion) gegen Deutschland zum Sieg. 

Ich habe im Fernsehen mal eine Dokumentation gesehen, in der im Rahmen des Finnland-Krieges auch ehemalige Wehrmachts-Offiziere zu Wort kamen. Ein Statement ging mir seither nicht mehr aus dem Kopf. Ein Wehrmachtsoffizier sagte:

 

Jahre nach dem Krieg war ich an Mannerheims Grab. Ich habe salutiert und gesagt: "Sie haben Ihr Volk gerettet. Unsere Führung hat dies nicht getan."

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Viribus Unitis heißt "Vereinte Kräfte" und war das Motto von Kaiser Franz Joseph, und der Name eines Ö-U Schlachtschiffes. VU, das Schlachtschiff, schießt mit Informationen, manchmal auch mit Infos die keiner lesen will, weil sie nicht in den Kram passen. VU, das ist ein Autor, mit einem Netzwerk an Akteuren, die mit Hintergrund- und Basisinformationen zur Verfügung stehen.

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