China: Staatseigene Unternehmen sollen stärker internationalisiert werden

China: Staatseigene Unternehmen sollen stärker internationalisiert werden

Die chinesische Führung will Anteile der großen staatseigenen Unternehmen an ausländische Investoren veräußern und diese stärker im Ausland tätig sein lassen.

Von Ludwig Uhrl

Laut dem Vorstand der Kommission zur Beaufsichtung und Verwaltung von staatseigenen Vermögenswerten (SASAC), Xiao Yaqing, seien die staatlichen Unternehmen zwar groß, doch würden derzeit nicht die Standards von Weltklasse-Unternehmen erfüllen. Deshalb sollen sie in den nächsten Jahren und Jahrzehnten sukzessive und graduell zu solchen Konzernen entwickelt werden, wie die chinesische Tageszeitung "Economic Information Daily" berichtet.

So will man das System der gemischten Eigentümerstruktur weiter fördern, sowie diese flexibler gestalten. Das heißt: Man will auch ausländisches Kapital für die Entwicklung dieser Unternehmen heranziehen. Zusätzlich sagte er, mit der zunehmenden Öffnung sollte der Prozess der Internationalisierung der staatseigenen Unternehmen beschleunigt werden.

"Sie sind auf dem chinesischen Markt präsent, aber sie müssen ins Ausland gehen. Gegenwärtig sind die meisten Fonds, bei denen die Reform der gemischten Eigentümerstruktur bereits gegriffen hat, auf dem heimischen Markt aktiv. In der Zukunft heißen wir ausländische Unternehmen willkommen, um an der Reform der gemischten Eigentümerstruktur bei den chinesischen, staatseigenen Unternehmen mitzumachen", sagte Xiao.

Laut dem Bericht der Zeitung belief sich der Wert aller zentralen, staatseigenen Unternehmen im letzten Jahr auf knapp 55 Billionen Yuan. Die Einnahmen dieser Unternehmen hätten insgesamt 27 Billionen Yuan erreicht. Derzeit gibt es mehr als 300 an der Börse gelistete Unternehmen unter den staatseigenen Unternehmen, viele von ihnen sind auch an ausländischen Börsen gelistet.

Xiao betonte hierbei, man wolle Unternehmen von Weltklasse-Format aufbauen, die global wettbewerbsfähig sind. Der Schwerpunkt sollte darauf liegen, die Mechanismen zu verstärken, weiters die Innovation, Industrie, Offenheit und die Talente. "Die Kommission zur Beaufsichtigung und Verwaltung von staatseigenen Vermögenswerten fordert die Unternehmen dazu auf, die Einnahmen und Profite zu maximieren und dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit angesichts der schwierigen Marktlage durch geschickte Geschäftsoperationen zu verbessern", so Xiao. Weiters versprach er, die Kommission zur Beaufsichtigung und Verwaltung von staatseigenen Vermögenswerten werde die staatseigenen Unternehmen dabei unterstützen, die internationalen Kooperationen zu vertiefen.

Schon jetzt seien, so Xiao, viele staatseigene chinesische Unternehmen in der richtigen Richtung unterwegs.  48 zentrale, staatseigene Unternehmen waren im letzten Jahr unter den "Fortune Global 500" Firmen. Zu den Kernprodukten und Technologien einiger staatseigener Unternehmen zählen unter anderem Hochgeschwindigkeitszüge, smarte Elektrizitätssysteme, die Weltraumlaboratorien der Tiangong und die bemannten Tiefsee-U-Boote. Sie hätten bereits ein fortschrittliches Niveau auf Weltklasse-Format bereits, fügte Xiao hinzu. Doch dies ist nur der Anfang.

 

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Ludwig Uhrl, ein Traditionalist, bekennt sich zu Bier, Brezel und Weißwurst, mit umfangreicher Polit- Erfahrung und alt- jüdischen Wurzeln - die Urgroßmutter mütterlicherseits konvertierte zum Katholizismus. Als Chefredakteur hat er gesellschaftliche Verantwortung, will er plurale Meinungs- Entfaltung fördern, aber auch lenken. Es geht alles, aber nicht alles darf gehen!

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