„Kremlreport“: Atlantic Council verantwortlich für Desaster

„Kremlreport“: Atlantic Council verantwortlich für Desaster

Die allseits als diplomatische Wahnsinnsliste beurteilte neue 200-Personen-Kreml-Liste, kommt vom Atlantic Council, der Bilderberger Leitungs-Zentrale. Die Erklärung die der Atlantic Council dafür gibt, ist an infantiler Einfalt nicht zu überbieten.

Von Viribus Unitis

Interessant ist dieser Faktenablauf nicht so sehr wegen seiner Dramatik, denn davon gab es keine. Interessant ist der Ablauf, weil er eine intellektuelle Ist-Zustands-Darstellung der Bilderberger offenbart, die in ihrer infantilen Substanz so nicht zu erwarten war.

Das US-Finanzministerium hat der Öffentlichkeit eine Liste – auch Kreml-Liste oder Putin-Liste genannt – von 200 russischen Personen präsentiert, deren Sanktionswürdigkeit innerhalb der nächsten 180 Tage geprüft werden solle. Die Trump-Administration hat auch mitgeteilt, sie würde keine neuen Sanktionen beabsichtigen, aber wenn der Kongress ein Gesetz beschließt, würde Trump dieses Gesetz umsetzen, in Kraft treten lassen.

Nach Vorlage der Liste waren selbst die US-Medien entsetzt. Würde man diese Liste im Rahmen von Sanktionen so umsetzen wie sie dargelegt wurde, dann hätte der Westen mit einem Male keine Verhandlungspartner mehr in Moskau.

In den US-Medien wusste man nicht recht, wie man darauf reagieren sollte. Trump musste ja ständig als russischer Agent dargestellt werden, und nun kommt eine Liste aus dem Trump-Lager, welche die russischen Kontakte mehr oder weniger einstellt. Was war da los?

Die Medien wollten schon eine „Lächerlichkeits“-Kampagne gegen die Trump-Administration ob der Liste lostreten, doch aus dem Finanzministerium kam eine seltsame Nachricht. Die Liste sei vom Atlantic Council, so das Finanzministerium, und man habe sie genau so wie sie gekommen war, genau 1:1 übernommen. Die Namen auf der Liste seien vollinhaltlich vom Atlantic Council zu verantworten.

Diese Liste des diplomatischen Wahnsinns ein Werk des Atlantic Councils, ein Werk der Bilderberger-Zentrale, für die doch die Medien ständig alles schreiben was gewünscht ist. Das konnte doch nicht sein, dass diese hochkarätigen Transatlantik-Akteure eine solch dramatisch-hirnrissige Liste produzierten. Doch es war so – und die Erklärung dafür ist denkbar einfach:

Die Atlantiker hatten Trick 17 umgesetzt – und nicht bedacht, dass Trick 17 jener ist, mit der Selbst-Überlistung.

Der Atlantic Council hatte Druck auf das Finanzministerium gemacht, man möge doch weitergehende Russland-Aktivitäten machen. Das Finanzministerium war offen und sagte, naja, dann gebt uns eine Liste jener russischen Personen, von denen ihr meint, sie seien Problem-Personen.

Der Atlantic Council machte nun eine Liste, die so gestaltet war, dass sie der Finanzminister der Trump-Administration zurückweisen hätte müssen. Dann hätte der Atlantic Council dem Finanzminister Russen-Nähe vorgeworfen, weil er die Liste zurückgewiesen hat. Das wäre groß als weiterer PR-Maßnahme in allen Medien gelaufen und man hätte, so meinte man, wieder mal in der Russen-Sache Trump und seine Minister anschwärzen können.

Finanzminister Mnuchin tat das Unerwartete – er genehmigte die Liste. Sie wurde genau so übernommen und genau so wird sie auch bearbeitet.

Der Atlantic Council machte eine Version des Trick 17. Alle Nicht-Bilderberger-Handbücher warnen vor dem Trick 17, denn das sei jener mit der Selbst-Überlistung. Diese Selbst-Überlistung gelang den Geistesgrößen beim Atlantic Council.

Nun gilt der Atlantic Council als eine Ansammlung von Vollidioten, denn wer so eine Liste abliefert, bzw. wessen Trick nicht aufgeht, der hat seine geistige Nicht-Leistungsfähigkeit eindeutig dargestellt. Das durfte man nicht so stehen lassen, die Ober-Denker des Atlantic Council mussten ihren Sub-Atlantikern, ihren Sub-Denkern eine Erklärung dafür liefern.

Nun stand der Atlatntic Council vor der Aufgabe, seinen Sub-Atlantikern, also jene die gläubig der Atlantiker-Linie folgen, aber nicht im höchsten Leitungsgremium sitzen, also jenen Sub-Denkern bei den Atlantikern, mitzuteilen, was denn passiert sei. Abstreiten konnte man die Urheberschaft der Liste nicht – die war zweifelsfrei nachvollziehbar. Die korrekte Erklärung – man wollte den Finanzminister Donald Trumps in eine PR-Falle locken – wäre zwar korrekt gewesen, aber PR-mäßig nicht so positiv und prickelnd.

Das Atlantik Council, namentlich Anders Åslund, erklärte dies seinen Sub- Atlantikern, seinen Sub- Denkern, so:
"At the last minute, however, somebody high up—no one knows who at this point—threw out the experts’ work and instead wrote down the names of the top officials in the Russian presidential administration and government plus the 96 Russian billionaires on the Forbes list. In doing so, this senior official ridiculed the government experts who had prepared another report, rendering CAATSA ineffective and mocking US sanctions on Russia overall. By signing this list, the secretary of the treasury took responsibility for it."

Autor dieser obigen Erklärungs-Zeilen ist Anders Åslund , ein schwedischer Wirtschaftswissenschaftler, Mitglied des Atlantic Council, er promovierte 1982 an der Universität Oxford. Von 1989 bis 1994 war er an der Handelshochschule Stockholm Professor für Internationale Wirtschaft. Anschließend wechselte er nach Washington, D.C. zum Carnegie Endowment for International Peace. Von 2006 bis 2015 war Åslund Senior Fellow am privaten Peterson Institute for International Economics. Er hat einen Lehrauftrag an der Georgetown University. Und zusätzlich: "Anders Åslund is a senior fellow at the Atlantic Council". Dieser Hochkarätige Wirtschaftswissenschaftler will dass seine Erklärungs-Leser, als Sub-Atlantiker auch Sub-Denker, Folgendes glauben:

In der letzten Minute sei jemand aufgestanden – niemand weiß wer an diesem Punkt – und habe die Liste verändert. Man darf sich fragen, gab es für dieses hochkarätige Meeting denn keine Liste der eingeladenen und am Meeting Beteiligten? Kann da jeder kommen, und sich einfach mal dazu setzen – auch wenn ihn keiner kennt?

Dann habe diese Person die Namen aufgeschrieben. Also, eine der Runde unbekannte (oder doch bekannte?) Person schreibt 200 Namen auf – das dauert eine gewisse Zeit, – und während der langen Minuten des Aufschreibens registriert niemand in der Runde, wer denn da schreibt. Keiner fragt Ihn nach dem Namen, bzw. wenn die Person bekannt ist, keiner merkt sich den Namen.

Vor allem muss diese Person ein Genie sein, wenn sie diese 200 Namen einfach so per Gedächtnis parat hat, und zwar Namen und korrekte Funktionen. Diese 200 Namen aufzuschreiben dauert, wenn man 15 Sekunden ansetzt für Name und Funktion einer Person, dann hat man 4 Namen per Minute, bei 200 Namen dauert dieses Aufschreiben 50 Minuten. Vielleicht war es auch ein Schnellschreiber, und es dauerte nur 30 Minuten – also eine halbe Stunde. 30 Minuten, also 9 Sekunden per Name und partiell Funktion, und keiner merkt sich, wer da so lange geschrieben hat – wirklich?

Und es kommt noch dicker. Die Person schreibt 200 Namen, ersetzt die ursprüngliche Liste mit seiner Liste, und keiner der Meeting-Teilnehmer protestiert dagegen. Die Listen werden ausgetauscht und die Runde nimmt dies so zur Kenntnis. Und – noch exzessiver – keiner der Meeting-Teilnehmer, merkt sich den Namen der Person, die dies machte, die diese Liste austauschte.

Weiters teilt er mit, es sei ein hochrangiger Beamter der Trump-Administration gewesen, der dies so umsetzte, um die Liste lächerlich zu machen. Namen nennt er keinen. Da sieht er zu, wie die Liste geändert wird, und stellt nicht mal den Namen der Person fest, weiß aber, dass es ein Trump-Offizieller ist. Wie geht denn das? Wie kann er wissen dass es ein Trump-Offizieller ist, wenn er dessen Namen nicht mal kennt?

Er sagt auch nicht, warum er – oder die anderen die am Meeting teilnahmen – den Trump-Offiziellen nicht an der Listenänderung gehindert hat. Er sagt auch nicht, warum diese neue Liste nicht von den Anwesenden einer Prüfung unterzogen wurde, man hätte ja die Namen korrigieren können.

Zu guter Letzt gibt er dem Finanzminister die Schuld, der nun für die Liste verantwortlich sei. Jede Form denkbaren Wahnsinns lebt Anders Åslund in seiner Darstellung aus – wohl wissend, dass diese Darstellung sowohl bei Medien wie auch bei den Sub-Atlantikern, die auch Sub-Denker sind, perfekt funktionieren wird.

Anders Åslund, der hochkarätige schwedische Wirtschaftswissenschaftler, will genau dies seinem Auditorium glauben machen. Was für eine Frechheit! Diese Geschichte ist intellektuell beleidigend, weil sie den Lesern unterstellt, sie hätten den einen Intellekt auf dem Niveau eines Kleinkindes.

Diese obige Erklärung ist auf dem Niveau eines Sechsjährigen, der erklären muss, warum aus Mutters Süßigkeiten-Depot denn 2 Lollipops abgängig sind. „Da kam jemand, ich weiß auch nicht wer und hat die Lollipops …“ – genau auf diesem Niveau ist die obige Erklärung.

Diese Erklärung eines Sechsjährigen funktioniert. Man muss sich vor Augen führen, dass diese infantil-einfältige Erklärung für die Sub-Atlantiker, die Sub-Denker gemacht ist. Abgestimmt darauf, was diesen Lesern als glaubhaft zuzumuten ist. Man darf sich fragen, welch geistig minderbemittelte Lesergemeinde der Atlantik Council hat, denn Åslund kennt seine atlantischen Pappenheimer, seine Sub-Atlantiker, seine Sub-Denker, und hat diese Geschichte auf sie abgestimmt. Die glauben doch alles, wird er sich gedacht haben – schreib ich das einfach mal so.

Man darf urteilen, dass die Ober-Atlantiker ihre Sub-Atlantiker gut kennen, und man darf weiter diesen Sub-Atlantikern keine weitergehende Intelligenz zubilligen. Sub-Atlantiker, die solch infantile Erklärungen positiv schlucken, sind nicht als intellekuelle Kapazitäten zu betrachten – und Åslund behandelt sie auch nicht so, das sieht man an der Infantilität der Erklärung. Diese Sub-Atlantiker sind Geschöpfe einfachen Geistes, denen man alles, wirklich alles vorsetzen kann, die auch alles glauben, ohne darüber nachzudenken.

Mit dieser Erklärungs-Systematik erreicht der Terminus "Realsatire" neue Dimensionen.

Was lernen wir aus dieser Kreml-Listen-Erklärungs-Geschichte? Das: Der einfache Sub-Atlantiker ist ein Sub-Denker, ein infantiles Geschöpf ohne jede Form von Eigen-Denkfähigkeit.

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Viribus Unitis heißt "Vereinte Kräfte" und war das Motto von Kaiser Franz Joseph, und der Name eines Ö-U Schlachtschiffes. VU, das Schlachtschiff, schießt mit Informationen, manchmal auch mit Infos die keiner lesen will, weil sie nicht in den Kram passen. VU, das ist ein Autor, mit einem Netzwerk an Akteuren, die mit Hintergrund- und Basisinformationen zur Verfügung stehen.

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