Video: Putins neue Waffensysteme hinterlassen eine ratlos-hilflose NATO

Der russische Präsident, Wladimir Putin, hat in seiner Rede zur Lage der Nation neue Waffensysteme vorgestellt. Die NATO hat gegen diese Waffensysteme keine Gegenmittel.

Von Viribus Unitis

Keine Drohungen, keine Ankündigungen kamen von Putin, nur die Bekanntmachung der erarbeiteten Fakten. Und mit Fakten sind Waffensysteme gemeint. Beachten Sie, dass Putin, wenn er hier die Waffensysteme vorstellt, zuerst jeweils die Waffensysteme erklärt, und dann ein kurzer Clip das Waffensystem zeigt. Beachten Sie weiter: es handelt sich hier nicht um eine Ankündigungen von Waffensystemen, sondern um eine Vollzugsmeldung, um die Meldung, dass diese Waffensysteme nicht nur bereits existieren, sondern teilweise auch schon bei der Truppe im normalen Dienst seien.

Putin teilt auch mit, dass es für manche Waffensysteme noch keine Namen gäbe – die Bevölkerung sei eingeladen, bei der Namensfindung mitzumachen. Vorschläge hierfür seien an das Verteidigungsministerium zu senden.

Putins Rede: Alles angesprochen, doch es gibt noch viel zu tun

Das Video hat einen Vorspann, die Rede Putins beginnt bei Minute 05:15. Der Vorspann gibt einen Eindruck über die Atmosphäre, die vor der Rede im Auditorium herrschte. Der Vorspann zeigt in seltener Gelegenheit auch Russlands Nr. 2, Wladislaw Surkow, Wladimir Putins vermutlichem Nachfolger, zu sehen bei Minute 0:06 bis 0:16.

Die Rede als solches beinhaltete alle Aspekte der Regierungsaktivitäten. Soziales, Wirtschaft, Militär und so weiter – alles wurde angesprochen. In allen Bereichen, so meinte der russische Präsident, gäbe es noch viel zu tun.

Der sicherheitspolitische Teil beginnt bei 1:15:15, die neuen Systeme – Russland nennt es die Avantgarde-System-Familie – beginnen bei 1:25:00 und geht bis 1:50:00. Als Verfasser dieser Zeilen möchte ich jedem der an Verteidigungspolitik interessiert ist, empfehlen, sich die Zeit zu nehmen, und diese 25 bis 35 Minuten anzusehen. Was Sie hier bekommen, sind Basis-Langfrist-Informationen. Was sie hier sehen, sind keine Moment-Informationen, die in 5 Tagen wieder obsolet sind. Was Sie hier sehen, sind System-Informationen, die die nächsten 20-25 Jahre das militärische Umfeld weltweit bestimmen werden.

Russland hat nicht selbst an der Rüstungsspirale zu drehen begonnen, sondern wurde von den USA dahingehend gedrängt. Im Jahr 2002 hatten die damalige USA den Russen mitgeteilt, sie würden aus dem ABM-Vertrag aussteigen. In Europa wurde diese Entscheidung der US-Administration damals sehr positiv angenommen. In Russland selbstverständlich nicht.

Es herrschte damals die Meinung, dass das in völliger Desintegration und ökonomischem Chaos befindliche Russland kaum mehr in der Lage sein dürfte, als militärisch ernst zu nehmender Gegner die Weltbühne zu gestalten. Die Chaos-Jahre unter Jelzin hatten Russland vom militärischen Global-Player zum militärischen Rost-Regenten gemacht. Die Euro- und US- Politiker meinten damals, das würde wohl so bleiben, und man könne den ABM-Vertrag ohne Risiko kündigen.

Nun hat Putin – bei seiner Rede – dem Westen mitgeteilt, dass hier eine Fehleinschätzung gegeben war. Der russische Präsident kündigt nicht an, Russland präsentiert Ergebnisse. Das ist der große Unterschied zum Westen.

Putin und die neuen Waffensysteme: Keine Ankündigungen sondern Fertigstellungs-Meldungen

Vorab teilte Putin dahingehend mit, dass alle russischen ICBM mit einem elektronischen System ausgestattet seien, dass alle Abwehr-Rakten des Westens so stören würde, dass sie nicht in der Lage seien, eine russische Rakete abzufangen. Das war die Einleitung, die war schon schlimm genug, was dann aber kam, war schlimmer.

Von Minute 1:26:00 bis 1:28:45 wird das neue russische Raketensystem Sarmat – im Westen mit NATO-Code Satan genannt – präsentiert. Es ist auch das einzige System, das in der Nachschau von den West-Medien in die Berichterstattung detaillierter aufgenommen wurde. Und die West-Medien konzentrierten sich dabei vor allem auf den NATO-Code-Namen: "Satan".

Sarmat / Satan ist durch West-Abwehrsysteme nicht abfangbar, weil Samat (unter anderem) die West-Abfangsysteme überfliegt. Das heißt, die West-Abfangsysteme – auch die neuen die gerade in Europa aufgestellt wurden – fangen Raketen in der Stratosphäre ab (20-50 km Höhe), werden aber durch Sarmat in der Mesosphäre (50-85 km Höhe) überflogen.

Durch das Fliegen in der Mesosphäre gibt es auch keine Reichweitenbegrenzung für Sarmat / Satan. Man hat keinen Luftwiderstand und die Sprengköpfe fliegen im luftleeren Raum fast ohne Treibstoffverbrauch. Es gibt dadurch also keine Reichweiten-Beschränkung.

Von Minute 1:28:50 bis 1:32:00 wird eine „Global Cruise Missile“ gezeigt, die sowohl in niedrigen auch auch hohen Höhen fliegen kann. Die Reichweite wird mit „unlimited“ angegeben, wobei dieses "unlimited" einem Nuklearantrieb geschuldet ist, der beinahe unbegrenzte Einsatzreichweiten und Einsatzzeiträume zulässt.

1:32:00 bis 1:35:00 wird ein „Cruise Missile Torpedo“ gezeigt. Dieser wird von einem U-Boot ausgesetzt und kann dann sowohl Hafenanlagen angreifen, als auch feindliche Flugzeugträger-Verbände. Auch dieses Waffensystem hat eine nahezu unbegrenzte Reichweite, durch einen Nuklear / Atom- Antrieb.

Damit würden die Flugzeugträger – also jene der Vereinigten Staaten und andere – ein weiteres Mal neutralisiert. Die "schwimmenden Festungen" wurden schon vor langem durch die Nutzung von Raketen generell als in einem großen Krieg unbrauchbar angesehen. Die USA können die Flugzeugträger problemlos gegen Länder verwenden, die militärisch als Länder 2. und 3. Ordnung gestuft sind. Gegen Länder 1. Ordnung sind diese Flugzeugträger völlig unwirksam. Länder 1. Ordnung sind China, Indien und Russland.

Von Minute 1:35:35 bis 1:39:30 wird die neue Hypersonic Luft-Boden-Rakete „Kinschal“ vorgestellt. Geschwindigkeiten von Mach 1-5 gelten als Super-Sonic, über 5 Mach ist Hyper-Sonic. Diese neue Luft-Boden-Rakete fliegen Hyper-Sonic. Die Kinschal ist bereits im südlichen Militärdisdrikt im Truppendienst und damit im realen Einsatz. Sie ist also operativ Gefechtsbereit (kein Test-Einsatz, sondern normaler Dienst).

Durch ihre Geschwindigkeit sind Hypersonic-Angriffswaffen kaum abfangbar. Es ist so, dass auch die Abfangraketen die in Europa verwendet werden, auch Hypersonic fliegen. Das Problem ist die Erfassung und die Flugzeit.

Wenn ein Flugzeug die Kinshal startet, dann ist die Kinschal auf Grund ihres Einsatzprofils fast sofort auf Hyperschall und innerhalb kürzester Zeit erfolgt der Einschlag im Zielbereich. Die Abfangsysteme müssen zuerst einmal das Objekt erfassen, dann muss die Abfangrakete erst einmal starten, dann muss sie auf Geschwindigkeit kommen (von null auf Hypersonic dauert auch für Raketen), dann muss sie dorthin fliegen, wo die Kinschal gerade ist – also eine Strecke von 500 bis 700 bis xy Kilometern. Das ist nicht zu schaffen.

Diese Raketenabwehr funktioniert für Raketen aus Nordkorea problemlos, weil da man viel Zeit dafür hat, sich auf die Rakete einzustellen. Diese braucht eine gewisse Flugzeit bis sie aus Nordkorea kommend, in Europa eintrifft. Die in Europa stationierten Raketenabwehr-Systeme sind für Nordkorea sehr gut brauchbar, für russische Hyper-Waffen in diversen Ausführungen aber nicht.

Von Minute 1:39:45 bis 1:45:00 ein Deltaflügel-Gleitersystem, dessen wahre Form unbekannt ist. Die Russen zeigen es als Delta, aber ob es wirklich ein Delta ist, weiß keiner. Das in NATO-Kreisen als Arbeitstitel „Delta Destroyer“ genannte Objekt, wird mit einer Rakete vom Boden gestartet, nutzt auch die Mesosphäre, hat deshalb eine unbeschränkte Reichweite und fliegt Hypersonic. Hypersonic meint in diesem Fall mehr als Mach 20.

Dieser Delta Destroyer macht einen „ballistischen“ Abstieg von der Mesosphäre über die Athomsphäre in die Troposphäre. Ein solcher ballistischer Abstieg war mit dem Space Shuttle nicht möglich (das wäre auseinandergefallen) wird aber von den Sojus-Kapseln die für den aktuellen Raumtransport zuständig sind, ständig praktiziert.

Es ist – in der Athomosphäre – ein Plasma-Gleitflug, mit mehr als Mach 20, in dem die Oberfläche des Delta Destroyers Temperaturen von 1600 bis 2000 Grad Celsius aushalten muss. Der Delta Destroyer schlägt so wie ein Feuerball, wie ein Meteorit, in seinem Zielgebiet ein.

1:46:30 bis 1:47:15 wird ein neues Laser-Waffensystem vorgestellt. Was es kann, sagt Putin nicht, nur dass es schon 2017 bei der Truppe als Waffensystem eingeführt wurde, und sich also im operativen Truppendienst – nicht im Test-Dienst- befindet. Auch für dieses System gibt es noch keinen Namen.

Putin teilte auch mit, dass bei weitem nicht alle neuen Waffensysteme vorgestellt worden seien. Das der NATO vor allem in Syrien haftige Probleme bereitende System Ratschag wurde nicht erwähnt, auch nicht Vitebsk und andere. Die NATO hat nichts Verlgeichbares im Arsenal. Die NATO ist gegenüber der CSTO, also der umgangssprachlich „Russen- NATO“ genannten östlichen Verteidigungsgemeinschaft, deren Führungsmacht Russland ist, im Nachteil.

NATO: Großmacht-Fantasien im Surrealismus des Parallel-Universums

Die NATO hat nichts Verlgeichbares im Arsenal. Die NATO ist gegenüber der CSTO, also der umgangssprachlich „Russen- NATO“ genannten östlichen Verteidigungsgemeinschaft, völlig im Nachteil. Die acht Obama-Jahre haben der NATO den Rüstungsvorsprung gekostet, den sie gegenüber Russland ehemals hatte.

Diese Nachteile beziehen sich nicht nur auf Waffensysteme, sie beziehen sich auch auf die Unfähigkeit der Führungspersonen. Von Minute 06:10 bis 06:35 teilt NATO-Generalsekretär Stoltenberg auf der Münchner Sicherheitskonferenz von 2018 mit: "The simple message is, the Transatlantic Alliance remains the most powerful, most effektive, and most reliable alliance the word has ever seen. Because in times of need, we are all prepared to do what is necessary for our shared security". Er meint also, dass die NATO die stärkste, effektivste und verlässlichste Allianz darstelle, welche die Welt jemals gesehen habe. Wenn es nötig sei, wären alle zusammen vorbereitet das zu tun, was für die gemeinsame Sicherheit notwendig sei.

Stoltenbergs Paralleluniversum ist grenzenlos. NATO und effektiv? Wo? Während der Obama-Regentschaft hatten die Taliban in Afghanistan einen beispiellosen Vormarsch, und die NATO war nicht in der Lage ihn aufzuhalten. Trump versucht nun wieder Boden gut zu machen, was aber schwierig ist. Im Kosovo stehen – mehr als 10 Jahre nach Ende des Jugoslawien-Krieges – noch immer NATO-Soldaten.

In Syrien gewinnen die Russen, nicht die NATO, gegen den IS, die sich im Rahmen von Obama immer mehr ausdehnte und seit dem russischen Eingreifen schrumpft. Der von der NATO mit Militärberatern und mehr unterstützte Jemen-Krieg ist außer Kontrolle. Eine unglaubliche humanitäre Katastrophe, mit unglaublichem Chaos, wegen der unglaublicher Unfähigkeit der militärischen Führung. Im Irak hat Trump eine Trendwende herbeigeführt: Während der Obama-Jahre war der IS im Irak im Vormarsch, die NATO unfähig sie aufzuhalten, nun nicht mehr.

In Libyen wurde die Gaddafi-Regierung von der NATO weggebombt – ohne dafür ein Mandat des UN-Sicherheitsrates zu haben – und dann, waren und sind bis heute das große Chaos und die Flüchtlingsströme in Libyen. Die NATO ist nicht in der Lage hier Ordnung zu schaffen. IS-Krieg, Menschenhandel, Flüchtlinge, Wirtschaftsmigranten – das ist heute noch immer in Libyen. Während NATO-Schiffe im Mittelmeer herumfahren ertrinken Flüchtlinge und Wirtschaftsmigranten. Wie will diese NATO russische U-Boote bekämpfen können, wenn sie nicht mal Menschen aus Schlauchbooten retten kann? Stoltenbergs Paralleluniversum ist grenzenlos. NATO effektiv? Wo?

Russland hat auch eine eigene Verteitigungsallianz, die CSTO. Mit diesen obigen Waffen im Hintergrund, gestellt durch Russland, darf man der CSTO mehr Schlagkraft unterstellen als der NATO. Bei der NATO ist nicht nur die Unfähigkeit in der Führungsebene gegeben – das Paralleluniversum Stoltenbergs ist offensichtlich – sondern auch die unzureichenden Waffensysteme. Die russische CSTO-Verteidigungsgemeinschaft ist stärker, als die NATO, das darf man konstatieren.

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Viribus Unitis heißt "Vereinte Kräfte" und war das Motto von Kaiser Franz Joseph, und der Name eines Ö-U Schlachtschiffes. VU, das Schlachtschiff, schießt mit Informationen, manchmal auch mit Infos die keiner lesen will, weil sie nicht in den Kram passen. VU, das ist ein Autor, mit einem Netzwerk an Akteuren, die mit Hintergrund- und Basisinformationen zur Verfügung stehen.

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