Ökonomen: Chinas Wirtschaft wird vom Handelskonflikt kaum beeinträchtigt

Ökonomen: Chinas Wirtschaft wird vom Handelskonflikt kaum beeinträchtigt

Chinesische Ökonomen erwarten für die Wirtschaft ihres Landes kaum Auswirkungen durch die Handelskonflikte mit den Vereinigten Staaten von Amerika.

Von Felix Hazeta

In der Volksrepublik China sieht man die Handelskonflikte mit den Vereinigten Staaten von Amerika inklusive der Strafzölle zwar nicht mit positiven Augen, allerdings erwarten die Ökonomen des Landes nur begrenzte Auswirkungen auf die Entwicklung der chinesischen Volkswirtschaft. Einer von ihnen ist Wang Changlin, Vizepräsident der Akademie für makroökonomische Forschung der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform.

Für Wang ist klar, dass die US-amerikanischen Strafzölle und die chinesischen Gegenmaßnahmen zwar negative Effekte haben, doch diese seien nicht so stark wie man in Washington denkt. „Die von den USA auferlegten Zölle werden etwas bewirken, aber die Gesamtwirkung wird nicht groß sein“, so Wang.

Er sieht keine Gefährdung des wirtschaftlichen Wachstumsziels von 6,5 Prozent und der Schaffung von 11 Millionen Arbeitsplätzen in den städtischen Regionen des Landes, welches von Peking ausgegeben wurde. Denn vor allem die robuste Binnenkonjunktur würde ausreichen, um das notwendige Wachstum zu erreichen.

Ebenfalls kaum Auswirkungen sollen die Strafzölle auf die Preisentwicklung im Land haben. Zwar importiert das Reich der Mitte beispielsweise Sojabohnen und Schweinefleisch in Milliardenhöhe aus den Vereinigten Staaten, allerdings dürfte die Inflationsrate in China für das Gesamtjahr 2018 auf maximal 2,4 Prozent steigen, was immer noch unter dem Drei-Prozent-Ziel liege.

Auch die zunehmende wirtschaftliche Öffnung des Landes, sowie die Ausweitung der für ausländische Unternehmen offenen Geschäftsfelder sollen dafür sorgen, dass die wirtschaftliche Entwicklung in China weiter stimuliert wird. Es wird sich allerdings in den kommenden Monaten zeigen, inwieweit die Erwartungen der chinesischen Ökonomen auch tatsächlich erfüllt werden, oder aber ob die US-Strafzölle tatsächlich auch schmerzen.

Den Artikel mit Freunden teilen:
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Felix Hazeta hat 1978 seine erste China- Reise gemacht. Damals von Hong Kong zwei Tage Zugfahrt nach Peking. Den Aufbau des heute weltumspannende China- Commonwealth, der Südamerika (China- CELAC), Afrika (China- FOCAC), die Pazifischen Strukturen, Eurasien (China- SCO) und Europa (China- CEEC) umfasst, hat Felix über Jahre hautnah miterlebt.

Schreibe einen Kommentar