Peking will das Verhältnis zu Tokio verbessern

Das Verhältnis zwischen China und Japan ist aus historischen Gründen belastet. Peking reicht den einstigen Besatzern jedoch die Hand und will die Beziehungen mit Tokio auf politischer und wirtschaftlicher Ebene verbessern.

Von Felix Hazeta

Eine japanische Handelsdelegation war in Peking, um dort die Ausweitung des bilateralen Handels zwischen der Volksrepublik China und Japan zu verhandeln. Dabei ergriff der chinesische Premierminister, Li Keqiang, die Chance, die Verbesserung der Beziehungen zwischen Peking und Tokio anzusprechen. So sollten beide Länder mit viel Engagement und einer langfristigen Vision daran arbeiten, die notwendigen Bedingungen für einen hochrangigen Austausch zu schaffen, so Li während des Treffens mit der Delegation der „Japanischen Vereinigung zur Förderung des internationalen Handels“ am gestrigen Montag in der Großen Halle des Volkes in Peking.

„In letzter Zeit konnten wir eine Verbesserung des chinesisch-japanischen Verhältnisses beobachten und auch die Zahl der Interaktionen hat sich gesteigert“, verkündete Li. Dies dürfe jedoch nicht den Blick darauf versperren, dass beide Länder im gegenseitigen Verhältnis noch vor Herausforderungen stünden, wie er gleichzeitig warnte.

Anlässlich des diesjährigen 40. Jahrestages der Unterzeichnung des Friedens- und Freundschaftsvertrages zwischen China und Japan, sagte Li, dass beide Länder die aktuelle Dynamik des bilateralen Verhältnisses schätzen sollten. Gleichzeitig empfahl er Japan jedoch auch, mit China zusammen zu arbeiten und für Kompromisse offen zu sein. Es sei für beide Länder wichtig, den Geist und die Abmachungen aus dem Vier- Punkte-Konsens von 2014 zu ehren und dabei die Interessen beider Länder zu berücksichtigen.

Li verdeutlichte allerdings auch, dass die Volksrepublik den multilateralen Handel verteidigen, sowie sich für erleichterte Investitionsbedingungen und für den Freihandel einsetzen werde. Das Reich der Mitte werde überdies auf weitere Reformen drängen, seine Türen noch weiter öffnen und mehr Anstrengungen unternehmen, um das stetige Wirtschaftswachstum zu bewahren. China begrüße daher ausländische Investoren, einschließlich Japan, mit denen es gemeinsam Möglichkeiten für eine positive Entwicklung schaffen würde, wie Li weiter sagte.

Den Artikel mit Freunden teilen:
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Felix Hazeta hat 1978 seine erste China- Reise gemacht. Damals von Hong Kong zwei Tage Zugfahrt nach Peking. Den Aufbau des heute weltumspannende China- Commonwealth, der Südamerika (China- CELAC), Afrika (China- FOCAC), die Pazifischen Strukturen, Eurasien (China- SCO) und Europa (China- CEEC) umfasst, hat Felix über Jahre hautnah miterlebt.

Schreibe einen Kommentar