Syrien-Krieg: Vernichtende Niederlage für NATO und EU absehbar

Eine Vernichtende Niederlage für die NATO und die EU im Syrien-Krieg ist absehbar. Europa wird vor der Welt sein Gesicht verlieren, die NATO wird in der Welt als Versager- Organisation dastehen. Das Image des Westens – nicht der USA – wird in den Keller gehen! Respekt wird keiner mehr haben, vor dieser kraftlosen Loser-Gemeinschaft von Schurken-Staaten, mit Ihren Gift-Lügen, und Ihren großmäuligen Sieg- Versprechungen.

+++ Autor: Viribus Unitis +++

Um zu verstehen was gemeint ist, muss man sich die strategische Situation in Syrien ansehen. Dann sieht man, dass der Westen und die von ihm unterstützten Islam-Extremisten vor dem Ende stehen. Während Trump erkennt, dass die USA rausmüssen, tun die Europäer alles, um die Trump-USA drin zu halten. Trump erkennt die Niederlage – die Europas Phantasten glauben noch an einen Sieg.

Syrien besteht genau genommen aus zwei Teilen: West-Syrien, in dem die Assad-Regierung agiert, in dem Russen und Iraner aktiv sind, und in dem die Türken als Sicherungs- und Beruhigungs-Macht agieren. Der zweite Teil ist Ost-Syrien, in dem die von den USA und Europa unterstützten West-Islamisten herrschen.

West-Syrien: Russen, Assad und Türken kontrollieren, stabilisieren und beruhigen das Gebiet

West- Syrien besteht aus drei Verwaltungs- Strukturen. Erstens die direkte Assad-Regierungsgebiete, sie werden von der Assad-Regierung direkt kontrolliert und verwaltet. Zweitens die im Assad-Gebiet eingebetteten Sicherheitszonen – sie haben eine autonome Verwaltung. Drittens die von der Türkei verwalteten syrischen Gebiete, sie stehen de Facto unter türkischer Militärverwaltung. Diese drei Zonen zusammen bilden das nun im Großen und Ganzen (nach dem Fall von West- Gouta) stabilisierte und beruhigte West- Syrien, in dem die Russen die militärischen Parameter bestimmen.

Für jene die genau schauen – ja genau, die Türken agieren in Syrien in Abstimmung und mit Genehmigung der Russen – genau so ist es!

Die Sicherheitszonen: Autonomiegebiete mit türkischer Sicherungs- Hilfe

Die Vereinbarung über die Sicherheitszonen – formal korrekt „De- Escalation- Zones“ – wurde Anfang Mai 2017 in Astana unterzeichnet. In den Sicherheitszonen, die in den Assad- Regierungsgebieten liegen, hat man den dortigen Rebellengruppen im Rahmen des Astana- Friedensprozesses eine Selbstverwaltung zugestanden. Man könnte sie als eine Art von „autonomen Regionen in Selbstverwaltung“ bezeichnen. Diese Gebiete sind so dem direkten Zugriff der Assad- Regierung entzogen, kämpfen nicht mehr gegen die Assad- Regierung, sind aber auch nicht von Ihr beherrscht. Auch herrscht dort ein Flugverbotsgebiet, das so weit geht, dass auch die russische Luftwaffe dort nicht fliegen darf – so lange sich die Sicherheitszonen- Bewohner an die Verträge halten. Gesamt leben in diesen Zonen ca. 2,5 Millionen Einwohner.

Die Sicherheitszonen im Einzelnen:

Sicherheitszone „Süd-Syrien“: Das ist ein Gebiet an der Grenze zu Jordanien – auch nahe der Grenze zu Israel gelegen – und um fasst die Region rund um Daraa, einer Grenzstadt zu Jordanien. Gesamt leben in dieser Zone ca. 800.000 Einwohner.

Sicherheitszone „Eastern Gouta“: Nicht zu verwechseln mit „West- Gouta“, das ist jenes West- Islamisten- Gebiet, das gerade von den Regierungstruppen geräumt wurde. Auch West- Gouta hatte das Angebot bekommen, Sicherheitszone zu werden, lehnte aber ab. „Eastern Gouta“ ist Sicherheitszone, und wird von Jaysh al-Islam (Armee des Islam) beherrscht, einer Gruppierung die sich vorher Liwa al-Islam (Brigade des Islam) nannte. Diese Gruppe wird von Saudi- Arabien finanziert. Zu dieser Sicherheitszone gehört die Stadt Dumayr, die Stadt Jayrud, und ein großes Gebiet östlich von Jayrud. Etwa 690.000 Einwohner leben in der Sicherheitszone „Eastern Gouta“.

Sicherheitszone „Nothern Homs“: Diese Sicherheitszone breitet sich anschließend an  die Stadtgrenze von Homs, nach Norden aus. Hauptorte sind hier Talbisah und Al Rastan. Diverse Gruppen beherrschen diese Zone, in der ca. 180.000 Einwohner leben.

Sicherheitszone „Idlib“: Diese Sicherheitszone ist eine Spezial- Kreation innerhalb des Sicherheitszonen- Systems. Auch sie hat die gleiche Selbstverwaltung wie auch die anderen Sicherheitszonen, hier leben ca. 800.000 Einwohner, ist aber zusätzlich durch die türkische Armee kontrolliert – sic!

Idlib ist von den Russen als Islamisten- Gehege erfunden worden. Alle Islamisten, die nicht gegenüber Assad aufgeben wollen, aber keine Chance haben, in Ihrem bisherigen Gebiet militärisch zu überleben, wird freies Geleit nach Idlib angeboten. Diese Islamisten dürfen dann, mit Ihren Familien, und Ihrer Handfeuerwaffe (dürfen sie mitnehmen – aber ohne Munition), nach Idlib. Sie werden dazu von der syrischen Regierung mit Bussen ausgefahren. Aktuell bei Western Gouta war es auch wieder so. Lange Kolonnen von Bussen fuhren zwischen Western Gouta und Idlib hin und her, um die Western- Gouta- Islamisten nach Idlib zu bringen.

Die Provinz Idlib – und somit die Sicherheitszone – hat eine gemeinsame Grenze mit der Türkei. Im Rahmen einer Vereinbarung mit Russland, hat die Türkei gesamt 8 (acht) Kontrollposten an den Außengrenzen der Provinz Idlib aufgebaut, also mitten in Syrien! Der südlichste dieser Kontrollposten ist in Morek, ca. 8 km südlich von Khan Shaykhun. Morek ist ca. 75 km von der türkisch- syrischen Grenze entfernt. Dieser türkische Kontrollposten – wie alle anderen in Idlib auch – stehen also tief in syrischem Gebiet.

Idlib wurde so zum Islamisten- Gehege, man könnte es auch als überdimensionales Internierungs- Lager für Islamisten bezeichnen. Die Russen schaffen es so, die befreiten Gebiete, von den extremistischen Islam- Elementen zu säubern, diese Extremisten zu sammeln, und in einem abgegrenzten Gebiet – Idlib – unter Kontrolle zu halten. Die türkischen Stützpunkte sind nach offizieller Lesart dazu da, um die Idlib- Islamisten vor der syrischen Armee zu schützen. Inoffiziell sorgen sie jedoch dafür, dass die Idlib- Islamisten auch in Idlib bleiben. Streng genommen sind die türkischen Armee- Positionen in Idlib nicht mehr und nicht weniger als Internierungslager- Überwachungs- Positionen. Die syrische Armee darf nicht rein – schon richtig – vor allem aber, die Islam- Extremisten dürfen auch nicht raus – und nur darum geht es – dass die Islam- Extremisten nicht raus gehen dürfen und können. Dadurch dass sie nicht raus dürfen, sind sie militärisch neutralisiert.

De Facto wurde damit die Provinz Idlib unter türkische Militärverwaltung gestellt. Die Türken bewachen nun die internierten Islam- Extremisten, was gut ist, für die syrische Armee, denn die bekommt dadurch Kräfte frei. Sie muss Idlib nicht mit starken Kräften bewachen, weil dies die Türken tun. Die syrische Armee kann diese nicht für Idlib benötigten Kräfte für Kämpfe anderswo einsetzen. Cleveres Konstrukt der Russen!

Türkische Syrien- Besatzungsgebiete: Die Aktionen der türkischen Armee im Norden Syriens, in den Kurden- Gebieten sind von den Medien gut dokumentiert. Die Gebiete rund um die Städte Al- Bab und nun in den letzten Monaten Afrin wurden den Islam- Extremisten (Al- Bab) und den Kurden (Afrin) von den Türken entrissen. Afrin ist vor allem wichtig, weil dadurch auch die Nordgrenze von Idlib unter türkische Kontrolle kam, und so das Internierungslager Idlib einer noch besseren türkischen Abschottung unterliegt.

Mit dem Fall von West- Gouta gibt es nun im Assad- West- Syrien keine nennenswerten Islam- Extremisten- Gebiete mehr. West- Gouta war das Kronjuwel der Extremistengebiete die der Westen unterstützte. Direkt an der Stadtgrenze zu Damaskus gelegen, von Moslembrüder- Gruppen beherrscht (Katar ist Moslembrüder- Ober- Finanzier – Europa engst mit Katar verbunden) war dieses Extremistengebiet der Hoffnungsträger für Europa, zum Sturz von Assad. Assads Regierungspalast war Luftlinie nur 10 km (zehn) von der Südgrenze des West- Gouta- Extremistengebietes entfernt.

Nun gibt es nur mehr ein kleines Gebiet am südlichen Stadtrand von Damaskus – die Vororte Mukayyam al Yarmuk, Al Hadjar Al Aswad und Beit Sahm, die noch geräumt werden müssen. Diese Vororte sind keine 5 km (fünf) vom syrischen Präsidentenpalast entfernt. Das wird die syrische Armee wohl in den nächsten 2-3 Wochen machen. Wenn das erledigt ist, ist West- Syrien eine – in aller Relativität – beruhigte Zone. Die syrische Armee kann sich dann dem Haupt- Gegner zuwenden, den vom Westen unterstützten Islam- Extremisten in Ost- Syrien.

Ost- Syrien: Drei West- dominierte Gebiete vor dem militärischen Aus

Das vom Westen dominierte Ost- Syrien (der Westen beherrscht den Osten Syriens) gliedert sich grob in drei Gebiete. Das Kurden- Gebiet, das Ost- Euphrat- Gebiet, und das Al Tanf- Gebiet.

Kurden- Gebiet (Manbij + Ain-Issa + Al-Hasaka – Gebiet): Dieses Kurdengebiet ist ständig in den Schlagzeilen. Hier geht es um Kurden, Türkei, Erdogan- Intervenion und Kurden- Staats- Diskussion. Dieses Gebiet grenzt an das türkische Kurden- Gebiet, und ist deshalb für die Türkei ein politisch und militärisch ein hoch sensibler Bereich. Dieses Gebiet ist eine seit langen Jahren – schon vor dem Syrien- Bürgerkrieg – bekannte Problemregion.

Ost- Euphrat- Gebiet: Das Gebiet östlich des Euphrat, bis zur irakischen Grenze – beginnend vom Assad- Stausee (bei Ad Thaura / Ar Raqqa) bis zur südlichen Grenze Syriens zum Irak, bei Abu Kamal. Östlich des Euphrat sind hier die West- Islamisten, die von den USA und Europa unterstützt werden, westlich des Euphrat größtenteils die syrischen Regierungstruppen. Größtenteils – ganz so eindeutig ist es nicht. In diesem Gebiet liegen die meisten und ertragreichsten Ölquellen Syriens.

At Tanf / Al Tanf – Gebiet: Al Tanf ist eine syrische Grenzstadt, an der Grenze zum Irak. 23 km südwestlich von Al Tanf befindest sich seit 2014 die US- Basis „Al Tanf“, die es zwischenzeitlich sogar zu einem eigenen Wikipedia- Eintrag gebracht hat. Die Militärbasis ist entgegen dem Völkerrecht errichtet worden, denn es besteht keine Einladung der syrischen Regierung dahingehend, dass US- Streitkräfte in Syrien aktiv werden dürfen – das braucht man aber völkerrechtlich. Russland hat eine solche Einladung, ist also völkerrechtlich korrekt in Syrien aktiv.

In 2012 wurde die Takbir- Brigade (Allahu akbar) gegründet. Takbir ist der arabische Ausdruck für Allahu akbar (Gott ist groß). Im Westen erkannte man, dass man mit diesem doch islamistisch- radikal klingenden Namen PR- Schwierigkeiten haben würde. Also wurde die Allahu- Akbar- Brigade am 20. Mai 2015 in Jaysh Suriyah al-Jadid umbenannt, in englisch übersetzt heisst das NSA / NEW SYRIAN ARMY.

Mit diesem Namen wurde die NSA/New Syrian Army auch am 16. November 2015 nach Syrien geschickt, aus Jordanien, wo sie ausgebildet wurden, in das Al- Tanf- Gebiet, wo dort schon die Al- Tanf- US- Basis war – und noch ist. Dann wurden der NSA / New Syrian Army verschieden islamistische Greueltaten zugeordnet, was auch diesen Namen unbrauchbar machte. Im Dezember 2016 wurde – wieder einmal – umbenannt. Die NSA / New Syrian Army wurde nun zu Jaysh Maghawir al-Thawra  (Abkürzung MaT), in englisch „Revolutionary Commando Army“. Unter diesem Namen ist die MaT nun kämpfend an der Seite der US- Armee im Al Tanf- Gebiet aktiv.

Im Juni 2017 gab es Gefechte in diesem Gebiet – syrische Regierungstruppen und iranische Revolutionsgarden gegen die „NSA/MaT“ die von den USA nicht nur mit Flugzeugen sondern auch mit Bodentruppen unterstützt worden waren. Die USA verlegte im Juni M142-HIMARS- Raketenwerfer in das Al- Tanf- Gebiet, und griff massiv in die Bodenkämpfe ein.

Obig stand geschrieben: Wenn das erledigt ist, ist West- Syrien eine – in aller Relativität – beruhigte Zone. Die syrische Armee kann sich dann dem Haupt- Gegner zuwenden, den vom Westen unterstützten Islam- Extremisten in Ost- Syrien.

Google- Maps, Syrien- Krieg und Seltsamkeiten. Ein Gebiet – Zentralpunkt der Straßengrenzpunkt Syrien-Irak – ein Gebiet im Halbkreisdurchmesser von 100 Meilen (160 km) wird von Google- Maps nicht mit syrischen Ortsnamen (ausgenommen Al Tanf) dargestellt. Man sieht die syrischen Staats- Strassen 30, 45, 53 und 90 – und keine Ortsnamen, weitergehend geht die syrische Staatstrasse 2 über in die irakische Staatsstrasse 11 – aber auf syrischer Seite gibt es – außer Al Tanf – keine Ortsnamen durch Google Maps, auf irakischer Seite sehr wohl. Das Al- Tanf- Gebiet beherbergt eine West- Islamisten- Zone, die sich links und rechts des Knotenpunktes ca. 50 Meilen (= 80 km) im Halbkreisdurchmesser erstreckt.

Die syrische Armee hat nun den Rücken frei. West- Syrien, das von Russsen, Assad und Türken kontrollierte Syrien, ist stabilisiert und im Großen und Ganzen beruhigt. Nun kommt Ost- Syrien an die Reihe – erster Kandidat – das Al Tanf Gebiet.

Versteht man nun, warum die West- Akteure so furios mit Gift agierten? Briten- Gift- Anschlag mit Russland- Beschuldigung (Russland ist Syriens Schutzmacht) und Syrien- Assad- Beschuldigungen bei Syrien- Gift- Anschlag. Beides diente nur dazu, um West- Gouta zu unterstützen, zu retten, und die syrische Armee von einer voll- Zerschlagung West- Goutas abzubringen. Der nachmalige Marschflugkörper- Angriff diente einerseits als PR- Aktion vor den Augen der Welt, andererseits als Test, inwieweit die Marschflugkörper- Modifizierungen funktionierten, die man seit der Pleite von 2017 umgesetzt hatte.

Für den Westen ist hier nichts mehr zu gewinnen. Trumps Tea- Party- Realisten haben erkannt, und wollen abziehen. Soros- Phantasten wie McCain, Macron, May, Merkel und andere sehen dagegen die Chancen für einen Sieg in Syrien, gegen Assad und Russland als gegeben. Euro- Phantasten gegen Trump- Realisten. Dazu passt auch dies:

Die deutsche „Welt“ teilt mit: Zitat>>>:  Macron: Mussten Präsident Trump zum Angriff überreden … „Die Operation, zu der wir uns entschlossen haben, wurde perfekt ausgeführt“, sagte Macron am Sonntag in einem Live-Interview des Fernsehsenders BFM und der Online-Investigativseite Mediapart. Alle Raketen hätten ihr Ziel erreicht.   …   US-Präsident Donald Trump habe zum Verbleib in Syrien und dem Befehl zu Luftangriffen überredet werden müssen. „Vor zehn Tagen wollte Präsident Trump die Vereinigten Staaten aus Syrien abziehen. Wir haben ihn davon überzeugt zu bleiben“, sagte Macron. Frankreich wolle westliche Staaten, Russland und die Türkei zu einer neuen diplomatischen Initiative bringen, um eine langfristige politische Lösung in Syrien zu erreichen. Er bot sich zudem als Vermittler zwischen den USA und Russland an. <<<Zitat ende.

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Viribus Unitis heißt "Vereinte Kräfte" und war das Motto von Kaiser Franz Joseph, und der Name eines Ö-U Schlachtschiffes. VU, das Schlachtschiff, schießt mit Informationen, manchmal auch mit Infos die keiner lesen will, weil sie nicht in den Kram passen. VU, das ist ein Autor, mit einem Netzwerk an Akteuren, die mit Hintergrund- und Basisinformationen zur Verfügung stehen.

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