Syrien-Angriff: Katar und Europäer dafür – aber unentschlossen über Beteiligung daran

Die Europäer – vor allem Briten, Franzosen und Deutsche – ermutigen die USA einen Syrien- Angriff zu machen. Katar tut das nun auch – ermutigen. Ob sich die „Ermutiger“ auch selbst beteiligten, ist aktuell noch offen.

  • Viribus Unitis

Der Emir von Katar war gerade bei US- Präsident Trump – und hat Ihn in seinen Angriffsplänen untersützt. Das Weiße Haus- Statement dazu: Of course, we speak today and we see the suffering of the Syrian people.  And me and the President, we see eye to eye that this matter has to stop immediately.  We cannot tolerate — with a war criminal, we cannot tolerate with someone who killed more than half a million of his own people.  And this matter should end immediately.

In Paris war derweil Mohammed bin Salman, Kronprinz von Saudi- Arabien. Auch er äußerte sich zu Syiren – der US- Sender ABC teilt mit: „If required by our alliance with our partners, we will be there,“ he said, according to the French translation of his remarks spoken in Arabic.

Beachten sollte man, dass beide Parteien – also Saudis und Kataris – zueinander eine Auseinandersetzung haben. Eine Saudi- geführte Koalition aus arabischen Staaten (u. a. Ägypten, Bahrain, Vereinigte Arabische Emirate, etc.) haben gegen Katar eine Blockade verhängt. Beide sind auch in zwei unterschiedlichen Verbündeten- Systemen.

Katar ist Ober- Finanzier der Moslembrüder (Hamas in Gaza, West- Libyen- Regierung in Tripolis) und im System mit Europa und den Soros- USA. Im Gegensatz dazu ist Saudi- Arabien im System mit den Trump- USA und der US- Tea- Party. Im letzten Jahr hat der Moslembrüder- Verbund massiv an Einfluss verloren.

Aktuell hat die US- Navy nur zwei Zerstörer vor der syrischen Küste. Den Zerstörer USS- DDG 75 Donald Cook – gerade aus Larnaka / Zypern ausgelaufen – und die USS- DDG 78 Porter, beides Schiffe der Arleigh Burk Klasse. Bewaffnet sind sie mit einem Mix aus gesamt 90 RIM-156 SM-2, RUM-139 VL-ASROC und BGM-109 Tomahawk. Im normalen Mix sind 24 Tomahawk an Bord. Diesen Mix kann man aber schnell ändern, wenn ein Navy- Versorgungsschiff entsprechend Tomahawks liefert. Eine Tomahawk hat eine Reichweite von ca. 1600 km und kann einen 500 kg schweren Sprengkopf tragen.

Beim Angriff auf Syrien, im April 2017 wurden 59 Tomahawk von zwei Zerstörern der US- Navy abgefeuert, um den syrischen Al Sharyat- Flughafen anzugreifen.

Auch in der Region ist die USS LPD-21 New York. Das ist ein Amphibious Transport Dock, also ein Schiff mit dem Marines oder Spezialeinheiten für Landeoperationen abgesetzt werden können. Es hat Landungsboote an Bord, um eine amphibische Landung umzusetzen. Das dies aber gemacht wird, eine Landeoperation an der syrischen Küste, gilt als absolut unwahrscheinlich. Die LPD-21 ist so zwar in der Gegend, aber ohne Nutzen.

Aktuell hat die US- Navy keinen Flugzeugträger in der Region, die Carrier- Strike- Group (CSG) der USS CVN 75 Harry S. Truman ist aber auf dem Weg. Eine CSG besteht normalerweise aus einem Kreuzer, und einer Zerstörer- Schwadron (= 2 Schiffe), die aus zwei Zerstörern, oder einem Zerstörer und einer Fregatte oder überhaupt nur aus zwei Fregatten bestehen kann. Auch ein Jagd- U- Boot ist dabei, dass die Gruppe von unter Wasser schützen soll. Zusätzlich ist jeweils noch ein Versorgungsschiff angegliedert.

Man vermutet allgemein, dass der Angriff wieder mit Abstandswaffen umgesetzt wird, also mit Waffen, die ferngelenkt unbemannt Ihr Ziel suchen. Marschflugkörper sind dahingehend die beste Wahl.

Das Problem von Briten, Franzosen, Deutschen und Kataris ist, dass sie solche Waffen nicht haben – bzw. nur in so geringen Mengen, dass sie nicht eingesetzt werden – sonst hätte man ja gar nichts mehr. Briten, Franzosen, Deutschen und Kataris müssten daher mit Flugzeugen Ihre Angriffe umsetzen – ein Selbstmord- Kommando angesichts der in Syrien stationierten russischen Luftabwehrbatterien – vor allem der gefürchteten S400.

Deutschland ist auch für einen Angriff – mit einer Evidenz- Erklärung die staunen lässt:

Die Süddeutsche Zeitung berichtet / Merkel zitierend: Man könne das nur immer wieder aufs Schärfste verurteilen. „Wir brauchen eine sehr, sehr deutliche Sprache“, sagte sie. Zum russischen Vorschlag einer erneuten Untersuchungsmission durch die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Ost-Ghouta sagte Merkel, das könne man machen, aber es helfe bei der Verurteilung des Falles nicht weiter. Schon jetzt gebe es keinen Zweifel am Chemiewaffeneinsatz. Die Evidenz für einen solchen Angriff sei „sehr klar und sehr deutlich“.

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Viribus Unitis heißt "Vereinte Kräfte" und war das Motto von Kaiser Franz Joseph, und der Name eines Ö-U Schlachtschiffes. VU, das Schlachtschiff, schießt mit Informationen, manchmal auch mit Infos die keiner lesen will, weil sie nicht in den Kram passen. VU, das ist ein Autor, mit einem Netzwerk an Akteuren, die mit Hintergrund- und Basisinformationen zur Verfügung stehen.

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